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Das Gros der Farblaserdrucker des unteren Preissegments arbeitet mit Multi-Pass-Druckwerken. Dabei rotieren die vier Farbeinheiten (CMYK) im per Karussell- oder Revolver-Technik genanntem System an der Bildtrommel, um seriell nacheinander die vier Farben aufzutragen. Das hat zur Folge, dass im Gegensatz zu Single-Pass-Systemen der Druck einer Farbseite ein Vielfaches der Zeit eines monochromen Drucks benötigt. Die dafür erforderliche Mechanik macht nicht nur durch deutliche Geräuschentwicklung, sondern auch mit entsprechenden Vibrationen auf sich aufmerksam - je nach Modell unterschiedlich intensiv. Weiterer Ansatzpunkt für den Konstrukteurs-Rotstift ist der Controller. Drucker dieses Segments arbeiten in der Regel Host-basiert, das heißt, sie überlassen dem angeschlossenen Rechner die Arbeit der Datenaufbereitung. Das macht den Drucker günstiger, Prozessoren und Speicher im Drucker können deutlich kleiner dimensioniert sein. Da Host-basiert in der Regel auch mit einer Einschränkung des Sprachverständnisses der Geräte einhergeht, wissen die Geräte mit Standard- PCL- oder gar Postscript-Daten wenig anzufangen. Diese ausstattungsbedingten Kürzungen kommen zwar dem Preis nicht unerheblich zugute, schränken aber gleichzeitig die Flexibilität der Geräte ein - nicht nur in der Betriebssystem-Unterstützung.
Fotoqualität, wie man sie heute selbst von preiswerten Tintendruckern kennt, liefern Farblaserdrucker noch nicht. Technologiebedingt bleibt in der Regel das Raster mehr oder minder beim Farblaserdruck erkennbar. Und was für die großen Farblaser gilt, können auch die kleineren Geräte für sich in Anspruch nehmen: Selbst wenn das identische Druckwerk in unterschiedlichen Modellen steckt, heißt dies noch nicht, das auch die Ergebnisse identisch sind. Gerade beim Fotodruck und der Farbmischung trägt ein guter Treiber zu einem nicht unerheblichen Anteil zum Gelingen bei.
Die Druckkosten der Geräte bestimmen nicht nur die Preise und Reichweiten der Verbrauchsmaterialien, sondern auch die Art der Druckjobs. Wer stets viele kleine Druckaufträge sendet, wird weit weniger lang mit den Materialien auskommen, als der Produzent von größeren Druckjobs.
Wichtige Links:
In die formal recht kleine E320-Serie hat Lexmark beim Modell E322n alles gepackt, was auch größere Drucker mitbringen. Die geringe Standfläche von 255 x 380 mm prädestiniert das Gerät für den Schreibtischeinsatz. Zur Standardausrüstung gehören 16 MByte Speicher, maximal nehmen die zwei freien SIMM-Sockel noch 64 zusätzliche MByte auf. Der 322 kommt ohne geschlossene Papierkassette, die offene Zufuhr nimmt lediglich 150 Blatt auf. Als Option ist für 150 Euro eine zusätzliche geschlossene Kassette verfügbar. Wer wie wir die Netzwerkversion des Lexmark 322 ordert, muss ohne parallele Schnittstelle auskommen, die dem Netzwerk-Interface zum Opfer fällt. Für die lokale Anbindung bleibt dann nur die serienmäßige USB-Schnittstelle.
[11 kByte] Stufenplan: Bei der Tonerdeckung beschränkt sich Lexmark nicht auf einen simplen Sparmodus, sondern erlaubt eine schrittweise Anpassung.
15 Sekunden nach dem Einschalten steht der Lexmark zum Drucken parat. Nach flinken 11 Sekunden liegt die erste Seite beim Textdruck im Ausgabefach. Rund 13 Seiten pro Minute erreicht das Gerät beim Standardtext, unter Windows 2000 erledigt es diese Aufgabe einige Sekunden schneller als unter Windows 98. Die nominelle Kopierleistung des Druckwerks liegt bei 16 Seiten pro Minute. In der Grafikdisziplin ist die Geschwindigkeit mit nur 0,5 Seiten pro Minute unbefriedigend. Zwei Verbrauchsmaterialien unterschiedlicher Kapazität sind für den E322n verfügbar. Wer sich für die kleinere Variante mit 3000 Seiten Lebensdauer entscheidet, bekommt mit Seitenkosten von knapp unter 4 Cent eine deutliche Quittung ausgestellt. Die doppelt so große Kassette reduziert die Seitenkosten auf gnädige 3 Cent.
Fazit: Ein 25-Seiten-Drucker mit Vollausstattung zum angemessenen Preis, aber mit kleinen Detailschwächen.
Quickinfo
Produkt Oki B6100n
Hersteller Oki
Max. Auflösung 1200 dpi x 1200 dpi
Schnittstellen parallel, USB 2.0, 10/100 BaseTX
Preis 1200 Euro
Preisvergleich & Shop Preise & Händler
Alle Daten und die Wertung des aktuellen Testfeldes finden Sie in unserer tecDaten-Tabelle, die Druckzeiten im Vergleich unter Benchmarks. Wenn Sie das aktuelle Testfeld mit früheren Druckermodellen vergleichen wollen, finden Sie hier die Daten und die Wertung aller bei tecCHANNEL bisher getesteten Laserdrucker.